Foto: Stadt Münster

Advents - und Weihnachtszauber in der ganzen Region

Vom Münsterland über das Osnabrücker Land und das Emsland bis ins Ruhrgebiet beginnt eine Zeit voller Entdeckungen

Schlossromantik, Lichterglanz und kleine Wunder: Vom Münsterland über das Osnabrücker Land und das Emsland bis ins Ruhrgebiet beginnt eine Zeit voller Entdeckungen. DER MONAT nimmt seine Leser mit zu besonderen Weihnachtsmärkten, winterlichen Ausflugszielen und Momenten, die lange nach dem letzten Glühwein in Erinnerung bleiben.

Es braucht manchmal erstaunlich wenig, damit aus einem gewöhnlichen Novemberabend etwas Besonderes wird. Ein heller Stern über einer schmalen Gasse. Der Geruch warmer Waffeln. Ein Kind, das vor einem Karussell stehen bleibt.
Und Menschen, die ihre Hände um eine heiße Tasse legen und sich endlich einmal wieder Zeit füreinander nehmen. Wenn die Weihnachtsmärkte öffnen, bekommen vertraute Plätze ein anderes Gesicht. Der Weg durch die Innenstadt wird zum Spaziergang, der Einkauf zum Ausflug, der Feierabend zum Wiedersehen.

Auch 2026 lässt sich diese Verwandlung in unserer Region auf ganz unterschiedliche Weise erleben. Zwischen Wasserburgen und Fachwerkhäusern, vor historischen Rathäusern und unter mächtigen Hochöfen entsteht eine Adventslandschaft, in der große Attraktionen und kleine Entdeckungen ihren Platz haben. Manches beginnt bereits Anfang November, anderes konzentriert sich auf ein einziges Wochenende. Und einige Wintervergnügen reichen bis ins neue Jahr. Es lohnt sich also, die Vorfreude auf mehrere Ausflüge zu verteilen.

In Havixbeck beginnt die Einstimmung besonders früh. Vom 6. bis 8. November laden die Winterträume auf Burg Hülshoff dazu ein, Ideen für die kommenden Wochen zu sammeln.
Rund 120 Aussteller präsentieren Dekorationen, Manufakturprodukte, Mode, Accessoires und kulinarische Spezialitäten. Wer nach einem Geschenk sucht, das nicht in jedem Schaufenster liegt, kann hier ebenso fündig werden wie jemand, der seinem Zuhause eine winterliche Note geben möchte. Lichtinstallationen, Live-Musik und die historische Wasserburg machen aus der Verkaufsausstellung einen Ausflug mit eigener Atmosphäre. Schon bevor die erste Adventskerze brennt, gibt es hier reichlich Anlass, an Weihnachten zu denken.
In Münster darf man sich anschließend durch sechs verschiedene Weihnachtswelten treiben lassen. Vom 23. November bis zum 23. Dezember verbinden kurze Wege die Märkte der Innenstadt; der Lichtermarkt an St. Lamberti und der Giebelhüüskesmarkt enden bereits am 22. Dezember. Im Rathausinnenhof stehen Schmuck und Kunstgewerbe neben einem nostalgischen Kinderkarussell. Am Aegidiimarkt gehören Holzpyramide, Glockenspiel und Krippe zum Erlebnis. Die blauen Spitzdachbuden vor St. Lamberti setzen einen markanten Farbtupfer, während am Kiepenkerl westfälische Spezialitäten und am Harsewinkelplatz regionale, kreative Angebote zum Entdecken einladen. Zu einem besonderen Gemeinschaftserlebnis wird der 6. Dezember: Bei „Münster singt“ treffen sich Menschen von nah und fern von 16.30 bis 17.30 Uhr auf dem Domplatz zum gemeinsamen Weihnachtsliedersingen. Der Eintritt ist frei.

Dülmener Winter
Ein schönes Ziel für alle, die den Advent auch hören und selbst mitgestalten möchten.Dass Wintervergnügen Bewegung verträgt, zeigt Dülmen. Der Dülmener Winter läuft vom 13. November bis zum 3. Januar 2027. Auf der überdachten Echt-Eisbahn können Schlittschuhfans ihre Runden drehen, während die Rodelhütte zum Aufwärmen und Zusammensitzen einlädt.
An allen vier Adventswochenenden kommt der Weihnachtsmarkt auf dem Kirchplatz hinzu. Dort setzen leuchtende Wildpferde einen unverwechselbar lokalen Akzent.
Musik gehört ebenfalls dazu: Auf dem Markt der Möglichkeiten sind Auftritte verschiedener Bands und Musikgruppen vorgesehen. Zum gemeinsamen Adventssingen laden der 29. November und der 20. Dezember ein. Für Kinder stehen das Pia-Nino-Team am 6. Dezember und Maikes Rappelkiste am 13. Dezember auf dem Programm. So lässt sich aus einer Runde auf dem Eis leicht ein ganzer Familiennachmittag machen.

Schlossromantik in Raesfeld
Wer dagegen Schlossromantik sucht, sollte Raesfeld vormerken. Vom 3. bis 6. Dezember wird das Wasserschloss zur Kulisse des Adventsmarktes. Handgefertigte Weihnachtsdekorationen, Kunsthandwerk, Musik und kulinarische Angebote füllen den Schlosshof mit Leben. Für Kinder sind unter anderem Karussellfahrten und Begegnungen mit weihnachtlichen Figuren angekündigt. Der Reiz liegt hier im Zusammenspiel von Markt und Bauwerk: Zwischen den Ständen bleibt immer wieder der Blick auf die historische Anlage, die dem Ausflug seinen besonderen Charakter gibt.

In Tecklenburg führt der Nikolausmarkt vom 4. bis 6. Dezember durch die historische Altstadt bis zum Burggelände. Auch die Legge und das Hotel Drei Kronen werden mit Ausstellern einbezogen. Handwerk, Geschenkideen, kulinarische Spezialitäten und Winzerglühwein bilden den Rahmen; der Nikolausbesuch, ein Bühnenprogramm und eine Eisstockschießbahn ergänzen das Angebot. Gerade die Unterschiedlichen Orte machen den Rundgang abwechslungsreich. Hinter der nächsten Ecke wartet nicht einfach die nächste Budenreihe, sondern ein neuer Blick auf die Festspielstadt.

Krippenkunst in Telgte
Einen anderen Zugang zur Weihnachtszeit eröffnet Telgte. Im Museum RELíGIO steht die 86. Krippenkunst-Ausstellung vom 7. November bis zum 24. Januar 2027 unter dem Titel „Aufbruch“. Traditionelle Krippen treffen auf Arbeiten, die die Weihnachtsgeschichte mit Fragen unserer Gegenwart verbinden.
Es geht um das Losgehen, um Hoffnung und Neuanfang, aber auch um Flucht und eine ungewisse Zukunft. Die Ausstellung lädt dazu ein, genauer hinzusehen: Was erzählt uns die Geschichte von Maria, Josef und dem Kind heute? Ein lohnender Halt für alle, die neben festlichem Glanz auch Raum für Gedanken suchen.

Weihnachtsmarkt in Osnabrück
Weiter nördlich empfängt Osnabrück seine Gäste mit einer eindrucksvollen historischen Kulisse. Vom 23. November bis zum 22. Dezember findet der Weihnachtsmarkt zwischen Rathaus, Marienkirche und Dom statt.
Kunsthandwerk, regionale Spezialitäten und Fahrgeschäfte bringen Leben auf die Plätze. Wer durch das Marktgeschehen schlendert, erlebt zugleich ein Stück Stadtgeschichte: Die alten Gebäude rahmen den Besuch ein und geben ihm eine Atmosphäre, die keine Dekoration allein herstellen könnte. Für einen Adventsausflug lässt sich hier der Marktbesuch mit einem ausgedehnten Bummel durch die Innenstadt verbinden.Auch das Osnabrücker Land hat seine eigenen festlichen Schauplätze.

In Bad Iburg lädt der Iburger Advent vom 27. bis 29. November auf Schloss Iburg ein. Kunsthandwerk sowie Dekorations- und Geschenkideen stehen im Mittelpunkt; der Eintritt ist frei. Das erste Adventswochenende bietet damit eine schöne Gelegenheit, die Schlossanlage in weihnachtlicher Stimmung zu erleben. Hier zählt das Stöbern, das Gespräch am Stand und die Freude an Dingen, die mit handwerklichem Geschick entstanden sind.Im Emsland lohnt es sich, gelegentlich den Kopf in den Nacken zu legen.

In Lingen wird der fliegende Weihnachtsmann auch 2026 wieder über den historischen Marktplatz schweben. Die Stadt hat die Fortsetzung der Flugshow bestätigt. Das frei zugängliche Erlebnis verbindet sich mit weiteren Angeboten für Kinder: einem großen Adventskalender und der Möglichkeit, dem Weihnachtsmann persönlich einen Wunschzettel zu übergeben.
Der Lingener Weihnachtsmarkt ist vom 23. November bis zum 30. Dezember angekündigt. Zur Ausstattung gehören eine große überdachte Eislaufbahn, eine Weihnachtspyramide und die große Tanne auf dem Marktplatz.

Dazu sind Eiskunstlauf- und Feuershows sowie Musik an den Wochenenden vorgesehen. Familien können sich also auf einen Besuch freuen, bei dem zwischen Schlittschuhen, Marktständen und einem Blick zum Himmel kaum Langeweile aufkommen dürfte.
In Meppen bilden Riesenrad, Weihnachtspyramide und Eislaufbahn die weithin sichtbaren Anziehungspunkte des Weihnachtsmarktes, der vom 23. November bis zum 30. Dezember geplant ist. Ebenso reizvoll sind die kleineren Entdeckungen: dekorierte Hütten mit Weihnachtsartikeln, Geschenkideen und die Lichtergassen. An mehreren Stellen überspannen Lichterhimmel die Fußgängerzone. Das macht bereits den Weg durch die Innenstadt zu einem Teil des Erlebnisses. Wer gern schaut, fotografiert und zwischendurch bei Waffeln oder einem heißen Getränk pausiert, findet hier viele Gründe für einen ausgedehnten Rundgang.

Sögel Schloss Clemenswerth

Für einen weiteren Ausflug bietet sich Sögel an. Am 5. und 6. Dezember heißt es „Advent auf Schloss Clemenswerth“. Lichterzauber und ein begleitendes Programm laden auf das Schlossgelände ein; der Eintritt ist frei. Schon am 28. November ist dort mit „Machet die Tore weit“ ein Adventskonzert des Landkreises Emsland mit Bell’arte Salzburg angekündigt. Damit lässt sich die Vorweihnachtszeit auch einmal vom Konzert und der besonderen Umgebung her denken – als Gelegenheit zum Zuhören und Verweilen.

Im Kreis Unna wird der Advent besonders familiennah. Unna öffnet seinen Weihnachtsmarkt vom 13. November bis zum 22. Dezember. Rund 60 Händler bieten unter anderem Kunsthandwerk, Schmuck und Spielwaren an. Für die jüngeren Besucher gehören Kasperletheater und Wichtelhütten zu den besonderen Anziehungspunkten.Neu hinzu kommt „Unterm Turm“ auf dem Kirchplatz an der evangelischen Stadtkirche. Rund um eine große Glühweinpyramide sind Eisstockschießen, Kinderkarussell und weitere Programmpunkte angekündigt. Dieses Angebot reicht bis zum 30. Dezember. So bekommt der Stadtbummel einen zusätzlichen Treffpunkt, an dem man sich auch nach dem eigentlichen Weihnachtsmarkt noch verabreden kann.

In Werne wird der Kirchplatz vom 4. bis 13. Dezember zum Ziel für einen gemeinsamen Adventsausflug. Live-Musik, Theater, eine Rodelbahn und Mitmachaktionen ergänzen die Händler- und Genussangebote. Gerade diese Mischung macht den Besuch für Familien interessant: Während die einen nach Geschenken schauen, wartet für die anderen schon das nächste Erlebnis. Und am Ende bleibt Zeit, zusammen etwas Warmes zu trinken und den Nachmittag ausklingen zu lassen.

In Recklinghausen verteilen sich die Weihnachtsangebote auf mehrere Plätze. Über dem Altstadtmarkt spannt sich ein Lichterhimmel; auf dem Kirchplatz verbindet sich der Markt mit der „Hütte der guten Taten“ und Benefizaktionen. Auch am Palais Vest gehören Angebote für Familien zum Advent. Der Weihnachtsmarkt ist nach Angaben des Veranstalters vom 19. November bis zum 23. Dezember vorgesehen. Ein Rundgang führt damit durch unterschiedliche Stimmungen – vom geselligen Treffpunkt bis zu Aktionen, bei denen das Helfen und Teilen im Mittelpunkt steht.

Große Bühne in Dortmund
Die große Bühne des Ruhrgebiets betritt Dortmund mit seiner Weihnachtsstadt vom 19. November bis zum 30. Dezember. Mehr als 250 Stände bieten Kunsthandwerk, Weihnachtsdekorationen, Spielzeug und kulinarische Spezialitäten. Das weithin sichtbare Wahrzeichen steht auf dem Hansaplatz: der 45 Meter hohe Weihnachtsbaumaufbau, dessen rund 138.000 LED-Lichter ab dem Montag nach Totensonntag leuchten sollen. Doch es lohnt sich, über dieses Fotomotiv hinauszuschauen. Zum angekündigten Programm gehören Musik in den Innenstadtkirchen, Mitmachangebote für Kinder, Vorlesemomente und gemeinsames Singen. Lichtinstallationen greifen zudem Stationen der Dortmunder Stadtgeschichte auf. So wird aus dem Weihnachtsmarktbesuch auch eine kleine Entdeckungsreise durch die Stadt.

Weihnachtsmarkt in Essen
Essen startet bereits am 13. November in die Saison seines Internationalen Weihnachtsmarktes, der bis zum 23. Dezember läuft. Festlich geschmückte Hütten, Kunsthandwerk und kulinarische Angebote laden zum Bummel ein. Für alle, die dabei gern rätseln, gibt es mit dem „Glühwein-Krimi“ eine ungewöhnliche Ergänzung: Bei dem als Outdoor-Escape-Spiel angebotenen Erlebnis wird per Smartphone ein fiktiver Kriminalfall auf dem Weihnachtsmarkt gelöst. Das ist eine Idee für Freunde oder Kollegen, die ihren gemeinsamen Ausflug mit einer Aufgabe verbinden möchten.

In Oberhausen setzt der Weihnachtsmarkt am Westfield Centro vom 13. November bis zum 23. Dezember auf eine Mischung aus Hüttenzauber, Shopping und Familienattraktionen. Eine Rodelbahn mit echtem Schnee, ein sprechender Märchenbaum und die Wichtelbahn gehören zum angekündigten Angebot. Vom 6. bis 23. Dezember ist außerdem Santa Claus in seiner Wohnstube zu Besuch. Für eine kulinarische Pause stehen neben den klassischen Marktleckereien auch alpenländische Gerichte bereit. So lässt sich hier ein Einkaufstag mit einem winterlichen Familienausflug verbinden.

Auch in Bochum richtet sich der Blick nach oben. Der fliegende Weihnachtsmann gehört zu den bekanntesten Attraktionen der Bochumer Weihnacht, die vom 19. November bis zum 23. Dezember stattfindet. Mit seinem Schlitten überquert er den Dr.-Ruer-Platz und erzählt unterwegs eine Weihnachtsgeschichte.
Am Boden bietet der mittelalterliche Markt eine ganz andere Erlebniswelt: Handwerker, Händler, Spielleute und Garköche lassen zwischen Fackeln und Feuerstellen ein historisch inszeniertes Marktleben entstehen.Wer danach Fachwerk und Märchen sucht, findet beides in Hattingen. Der nostalgische Weihnachtsmarkt ist vom 23. November bis zum 22. Dezember angekündigt. Rund um das Alte Rathaus und in den Gassen der Altstadt verbinden sich Marktstände und historische Architektur. Eine besondere Rolle spielt Frau Holle, die im Advent am großen Rathaus-Adventskalender erscheint. Für Kinder wird das Warten auf ein geöffnetes Fenster zum kleinen Ereignis – für Erwachsene vielleicht zur Erinnerung daran, wie lang und aufregend die Tage vor Weihnachten einmal waren.

Duisburger Lichtermarkt
Dass Weihnachtsstimmung auch vor Hochöfen entstehen kann, zeigt Duisburg. Vom 27. bis 29. November lädt der Lichtermarkt in den Landschaftspark Duisburg-Nord. Mehr als 120 Kunsthandwerker sind für die beleuchtete Industriekulisse und die Gebläsehalle angekündigt. Hier begegnen sich zwei Welten: große Stahlkonstruktionen und filigrane Handarbeit, Industriegeschichte und weihnachtliche Geschenkideen. Wer einen Markt mit einem unverwechselbaren Schauplatz sucht, bekommt damit einen besonderen Ausflugstipp für das erste Adventswochenende.

Cranger Weihnachtszauber
Herne steuert mit dem Cranger Weihnachtszauber vom 19. November bis zum 30. Dezember die lebhafte Variante bei. Auf dem Cranger Kirmesplatz treffen Weihnachtsmarkt, Fahrgeschäfte, Shows und Gastronomie zusammen.
Das spricht besonders diejenigen an, die ihren Adventsausflug mit Bewegung und Unterhaltung verbinden möchten. Zwischen einem Bummel an den Verkaufsständen und den Attraktionen lässt sich hier ein ganzer Nachmittag oder Abend verbringen.So verschieden diese Ziele sind, eines haben sie gemeinsam: Sie geben uns einen Anlass, zusammen loszugehen. Mit den Kindern, die unbedingt den Weihnachtsmann sehen möchten. Mit Freunden, für die im Alltag oft zu wenig Zeit bleibt. Oder zu zweit, ohne große Einkaufsliste, einfach für ein paar Stunden zwischen Musik, warmen Getränken und hellen Fenstern.

Vielleicht muss ein gelungener Adventsausflug deshalb auch gar nicht möglichst viele Attraktionen abhaken. Manchmal reicht ein Markt, ein guter Platz zum Stehenbleiben und ein Gespräch, das länger dauert als geplant. Die Möglichkeiten dafür liegen in diesem Winter direkt vor unserer Haustür.
Die genannten Zeiträume beziehen sich auf die Saison 2026/27. Einzelne Schließtage, insbesondere an Totensonntag und den Weihnachtsfeiertagen, sowie abweichende Zeiten einzelner Angebote sind zu beachten.
(Stand: 01. November 2026.)