FOTO: LWL Christian Richters
LWL-Preußenmuseum Minden: Moderne Präsentation preußischer Geschichte
Das LWL-Preußenmuseum Minden ist ein historisches Museum in Minden. Es präsentiert preußische Geschichte in Westfalen mit besonderem Blick auf die Garnisonsstadt Minden. Das Museum befindet sich in der ehemaligen Defensionskaserne am Simeonsplatz, einem prägnanten klassizistischen Bau mit einer Fassade aus Portasandstein. Die Kaserne ist Teil der ehemaligen Mindener Festungsanlage, einem Militärensemble aus dem 19. Jahrhundert. Gebäudeform und Militärräume blieben bestehen, wurden aber für Ausstellungen saniert.
Ursprünglich als Kaserne geplant und militärisch genutzt, diente das Haus lange Armeen verschiedener Epochen und wurde nach Aufgabe der militärischen Nutzung umfassend umgebaut. Seit der musealen Nutzung beherbergt die Kaserne Ausstellungs- und Veranstaltungsflächen.
Das LWL-Preußenmuseum ist Teil der LWL-Museen, unterstützt von lokalen und überregionalen Partnern sowie einem offenen Förderverein. Im Haus koordiniert wird das partnerschaftliche Netzwerk „Preußen in Westfalen“, das zahlreiche Museen und Vereine vernetzt, sowie das Touristische Netzwerk „7 Monumente“.
LWL-Preußenmuseum Minden
- Simeonsplatz 12
32427 Minden

Blick in die neue Dauerausstellung „Potzblitz Preußen!“ (Rendering: Filamente)

Sofa mit Hörstation in der Sonderausstellung „Europa in Harmonie“ (Foto: Alexander Lehn)
„Potzblitz Preußen!“ – Die neue Dauerausstellung des LWL-Preußenmuseums Minden zu sehen am dem 19. September
Ab Herbst 2026 ist es soweit: Die neue Dauerausstellung „Potzblitz Preußen!“ des LWL-Preußenmuseums eröffnet und ist ab dem 19. September 2026 zu sehen. Preußen hat vieles hinterlassen, das bis heute nachwirkt: Gebäude, Ideen und Gegenstände. Die Ausstellung „Potzblitz Preußen!“ erzählt Preußens Geschichte neu. Preußen war vielfältig und „Potzblitz Preußen!“ bildet diese Vielfalt ab, die neue Dauerausstellung zeigt Kultur und Lebensrealitäten verschiedenster Menschen aus Preußen. 17 Themenräume machen preußische Geschichte erlebbar und begreifbar: Von der Schulreform über die Wissenschaft hin zu den preußischen Spuren in der Gegenwart. An zahlreichen Mitmach-Stationen können Besucher:innen in den Räumen selbst aktiv werden. Die Themenräume bieten keinen chronologischen Rundgang, sie sind vielmehr eine Sammlung von Schlaglichtern auf die preußische Geschichte.
Neben preußischen Alltagsgegenständen zeigt die Ausstellung zusätzlich ausgewählte Objekte aus Afrika, China und Japan aus der Sammlung Werl, dem ehemaligen Forum der Völker. Informations- und Mitmach-Angebote für Kinder und Erwachsene sind vielseitig – vom Mediaguide inklusive Audiofunktion bis hin zu partizipativen Stationen oder gebuchten Führung.
Bereits der Einstieg in die Ausstellung „Potzblitz Preußen!“ zeigt viele unterschiedliche Stimmen: In der Eingangshalle erscheinen zwischen Dampfmaschine und Pickelhaube Figuren an den Wänden. Alle dort auftauchenden Personen verkörpern ein Thema der Ausstellung. Mit kurzen Zitaten stellen sie sich selbst und ihre Geschichte vor. Wer durch die Ausstellung geht, begegnet diesen Figuren der preußischen Geschichte immer wieder. Wissenschaft und preußische Innovationen, die Rolle der Frauen, aber auch Reformen und Konflikte werden in der Dauerausstellung aufgegriffen. Und obwohl Preußen als Staat heute nicht mehr existiert, wirkt seine Geschichte bis heute nach: Das zeigt die Dauerausstellung „Potzblitz Preußen!“ allen Interessierten eindrücklich ab dem 19. September.
Sonderausstellung bis Ende 2026 - „Europa in Harmonie. Preußen in Dur und Moll“
Aus Anlass des Kriegsendes vor 80 Jahren zeigt das LWL-Preußenmuseum Minden bis zum 31.12.2026 die Sonderausstellung "Europa in Harmonie. Preußen in Dur und Moll". Sie wirft einen Blick auf Preußens Verhältnis zu seinen europäischen Nachbarn in Krieg und Frieden – anhand von Musikstücken. „Wir möchten mit „Europa in Harmonie“ von der europäischen Idee erzählen, die die Staaten vom 18. Jahrhundert trotz aller nationaler Bestrebungen bis in die Gegenwart verbindet und vereint,“ sagt Museumsleiterin Dr. Sylvia Necker.
Das historische Klanggemälde der Ausstellung reicht von Beethovens Zeit um 1800, über den bürgerlich-demokratischen Aufbruch in den 1840er Jahren und den Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart. In der Ausstellung sind Exponate zu sehen, die zeigen, wie Kultur und Musik über Konflikte hinweg Menschen verbinden. Sie präsentiert als eine Zeitreise durch 225 Jahre Musikgeschichte unter anderem klassische Kompositionen, Soldaten- und Freiheitslieder sowie zeitgenössische Friedensmusik. Teil der Ausstellung sind interaktive Angebote für Besucher:innen. Sie entstanden in Zusammenarbeit mit Schüler:innen des Ratsgymnasiums Minden. „Im LWL-Preußenmuseum verbinden wir historische Themen mit gegenwartsbezogenen Debatten und Partizipation. 80 Jahre nach Kriegsende rückt die Ausstellung ‚Europa in Harmonie‘ die Bedeutung von Musik in Kriegs- und Friedenszeiten in den Mittelpunkt. Dabei wird die nachhaltige Strahlkraft der europäischen Idee sichtbar“, so LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff Parzinger.
Die Ausstellung bietet zahlreiche Partizipationsmöglichkeiten, Sofas laden zum Verweilen und Musikhören ein und in der Musikwerkstatt kann selbst mit Klang experimentiert werden.
Infos:
LWL-Preußenmuseum Minden
Simeonsplatz 12
32427 Minden
Tel.: +49 571 83728 0
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10:00 bis 18:00 Uhr
Besucherbüro: Dienstag bis Freitag 09:00 bis 13:00 Uhr
Tel.: +49 571 83728 18 besucherbuero-pmm@lwl.org


